Oktober 2021

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Die Liebe hört niemals auf

Eine der bekanntesten Bibelstellen und vor allem bei Brautleuten sehr beliebt ist das Hohelied der Liebe (1 Kor 13). Darin können wir lesen, dass jeglicher Besitz, alle Talente, profundes Wissen nichts wert sind, wenn die Liebe fehlt – die Liebe zu Gott, zu sich selber, zu seinen Mitmenschen, zur Bewältigung der über-tragenen Aufgaben. Doch ist die Liebe weder berechnend noch eigennützig. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Ein gutes Miteinander ist für Paulus ohne die Liebe nicht vorstellbar, sie ist neben dem Glauben die Basis für ein gelungenes Leben.
Marion und Werner Tiki Küstenmacher haben sich ihre eigenen Gedanken zu dieser Bibelstelle gemacht, die - in leicht abgewandelter Form - besagen:
Die Liebe unterbricht das Backen, um das Kind zu umarmen.
Die Liebe lässt das Putzen sein und küsst den Ehemann.
Die Liebe ist freundlich trotz Eile und Stress.
Die Liebe beneidet andere nicht um ihr Haus mit ausgesuchten Möbeln und protzigen Autos.
Die Liebe schreit Kinder nicht an, sondern ist dankbar, dass es sie gibt.
Die Liebe gibt nicht nur denen, die etwas zurückgeben, sondern beschenkt gerade die mit Freuden, die das Geschenk nicht erwidern können.

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles. Die Liebe hört niemals auf. Fotohandys werden zerbrechen, Perlenketten werden verloren gehen, Golfschläger werden verrosten, Autos werden zu Schrott gefahren, prestigeträchtige Jobs werden von anderen eingenommen, die äußere Schönheit vergeht trotz (oder gerade wegen) Anti-Aging-Cremes und aufgespritzter Lippen. Aber das Geschenk der Liebe wird bleiben.

(Bild: Begegnung von Maria und Elisabeth, Glasfenster in der Viktringer Stiftskirche)