Februar 2024

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Aschermittwoch

In der christlichen Liturgie markiert der Aschermittwoch den Beginn der Fastenzeit, eine Zeit der Besinnung und der spirituellen Erneuerung, die sich über 40 Tage bis Ostern erstreckt. Diese Tradition, tief verwurzelt in der katholischen Kirche, hat auch in vielen anderen christlichen Konfessionen einen festen Platz.

Das charakteristische Ritual am Aschermittwoch ist das Auftragen des Aschenkreuzes auf die Stirn der Gläubigen. Dieses Kreuz, gezeichnet mit Asche, dient als Symbol der Vergänglichkeit menschlichen Lebens und als Mahnung zur Demut und Buße. Der Priester spricht dabei die Worte: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.“

Doch woher kommt die Asche, die für dieses Ritual verwendet wird? Die Antwort liegt in einer schönen Tradition, die die Vergänglichkeit und den Zyklus des Lebens symbolisiert. Die Asche wird aus den Palmzweigen des vorherigen Palmsonntags hergestellt, der den Einzug Jesu in Jerusalem feiert.

Diese Zweige, ein Jahr zuvor als Zeichen des Sieges und der Freude gesegnet, werden nun verbrannt, um das Aschenkreuz zu formen.
Die Symbolik der Asche kommt aus der Praxis: Asche ist kein Abfall, sondern reinigt (in frühe-ren Zeiten wurden mit Asche nicht nur Glas und Spiegel geputzt) und ist außerdem ein wunderbarer Dünger, lässt Neues wachsen und gedeihen.
Das Aschenkreuz verbindet die irdische mit der spirituellen Welt und will die Gläubigen an die Vergänglichkeit des Lebens und die Notwendigkeit der inneren Umkehr und Reinigung erinnern. Das Aschenkreuz am Aschermittwoch ist somit nicht nur ein Zeichen der Buße, sondern auch ein Symbol der Hoffnung auf Erneuerung und das ewige Leben.

Quelle: Christian Schmitt, In: Pfarrbriefservice.de